6 Marketing-Fehler von Handwerkern

6 Marketing-Fehler, die Handwerksbetriebe unbedingt vermeiden sollten

Beim Marketing machen viele kleine und mittlere Handwerksbetriebe immer wieder kleinere Fehler, die ihnen Kunden, Aufträge und letztendlich Umsatz kosten. Was aber machen diese Betriebe falsch? Die im Marketing am häufigsten gemachten Fehler reichen bei den meisten Handwerksbetrieben von umkoordinierter Werbung bis hin zu mangelnder Zielgruppenfokussierung.

Lohnt sich Marketing bei einer guten Auftragslage überhaupt? Wer sich alleine diese Frage stellt, ist kurz davor den ersten gravierenden Fehler zu begehen! Doch das ist nicht der einzige Fehler, den Handwerker gerne im Marketing machen.

Die 6 typischen Marketing-Fehler vieler Handwerksbetriebe habe ich in diesem Beitrag aufgeführt, so dass Du diese von Anfang an vermeiden kannst.

Fehler Nr. 1:
gar kein Marketing machen

"Wir brauchen kein Marketing - wir haben derzeit genug Aufträge." Dies ist eine gerne gemachte Aussage auf die Frage, wie Handwerksbetriebe neue Kunden akquirieren. Auch wenn es aktuell ganz gut läuft, ist diese Aussage langfristig gefährlich. Selbst wenn Betriebe volle Auftragsbücher haben, sagt das über die Zukunft nur bedingt etwas aus. Kommt es dann zu einer Auftragsflaute oder die Nachfrage ändert sich, haben andere Handwerksbetriebe die viel besseren Aussichten auf neue Aufträge. Und das sind dann die Handwerker, die fortlaufend etwas für ihr Marketing tun und sich so immer wieder in das Gedächtnis der Leute bringen.

Fehler Nr. 2:
unüberlegtes und spontanes Handeln

In Handwerksbetrieben, bei denen mittlerweile die jüngere Generation das Ruder übernommen hat, ist das Bewusstsein und die Akzeptanz von Marketingmaßnahmen gestiegen - gerade in Bezug auf das Online-Marketing. Das Marketingaktivitäten wichtig sind, wurde erkannt, doch das was getan wird, sind eher spontane Aktionen ohne konkretes Konzept und roten Faden. Die fehlende Strategie und langfristige Betrachtungsweise führt zumeist dazu, dass die spontanen Schnellschüsse in der Wirkung schnell verpuffen. Somit ist auch das Geld dafür zum Fenster herausgeschmissen.

Fehler Nr. 3:
fehlende Fokussierung

Ein gerne gemachter Fehler ist, dass im Marketing versucht wird, mit einer Maßnahme so viele Kunden wie möglich auf einmal zu erreichen. Daher fallen Marketing-Aktionen zu allgemein aus. Hieraus ergeben sich zwei Probleme:

1. Weil viele Handwerker Ihr allgemeines Angebot vermarkten, hebt sich das eigene Marketing nicht von der anderen ab und geht unter.

2. Für den Kunden, welcher nach einer Lösung für ein konkretes Problem oder Anliegen sucht, findet sich mit seiner Fragestellung nicht wieder.

Erfolgreicheres wäre es, das Marketing speziell für einzelne Bereiche anzugehen. Dabei lieber mehrere, aber spezielle Marketing-Aktionen fahren. Gleiches gilt auch für den anvisierten Kundenkreis.

Fehler Nr. 4:
Sichtweise des Kunden ignorieren

In der Aussendarstellung nennen die meisten Handwerksbetriebe einfach stumpf Ihr komplettes Leistungsangebot. Dabei bleibt die Sichtweise der Kunden außen vor, denn er muss jetzt anhand des gebotenen Leistungsspektrum erkennen, dass dieser Handwerker sein konkretes Problem lösen kann. Besser wäre es hier, wenn die Leistungen mit einem konkreten Problem oder einem Bedarf verknüpft werden. Ein Trockenbauer könnte in einer Marketing-Aktion zum Beispiel einen schönen Dachboden als Wohnraumerweiterung anbieten. Das wäre etwas, was der Kunde ggf. gerne möchte und sucht.

Fehler Nr. 5:
Online-Marketing ignorieren

Die Zeiten, in denen ein Handwerker in den gedruckten Branchenbüchern gesucht wurde, sind schon längst vorbei. Wer das Internet und die modernen Technologien nicht beachtet und nutzt, wird kurz über lang von seinen (potentiellen) Kunden nicht mehr wahrgenommen und beachtet. Wenn Handwerker sich nicht selber vom Markt nehmen wollen, können sie sich nicht vor den neuen Technologien verschließen. Die eigene Website, Social-Media, Handwerkerportale etc. sowie die Nutzung von E-Mail und anderen modernen Kommunikationsmedien ist mittlerweile ein Muss.

Fehler Nr. 6:
veraltete und nicht zeitgemäße Aussendarstellung

Der Wiedererkennungsfaktor ist auch für Handwerker ein nicht zu unterschätzender Werbefaktor. Dabei ist eine stimmige Aussendarstellung enorm wichtig. Nicht nur die Website muss heutzutage den Anforderungen der Kunden entsprechen (optisch sowie inhaltlich), sondern ebenfalls alle anderen Dinge die Kunden wahrnehmen, müssen aufeinander abgestimmt sein. Dazu zählen auch Visitenkarten, Briefpapier, Fahrzeugbeschriftungen etc. Die Basis einer guten Außendarstellung ist ein Gestaltungskonzept, indem alle wiederkehrenden Farben und Formen definiert sind. Diese Elemente müssen sich überall wie ein roter Faden durch alles hindurchziehen. Natürlich auch bei allen Marketing-Aktionen.

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